SCHREIBEN GEGEN DIE TRAUMATA!
27. Februar 2008Selbsttherapie, 1. Akt.
Bekanntermaßen ist das Ministerium für Schlimmerheit keine Lach- und Spaßseite. Hier geht es einzig und allein darum, dass wir unsere täglichen Traumata in Worte fassen, bei eventuellen Lesern abladen und uns danach besser fühlen. Und gerade jetzt, in diesem Moment, haben wir mal wieder ein ganz konkretes Abladebedürfnis. Als Kinder der frühen 70er Jahre mussten wir einiges durchmachen: Die späten 70er, die gesamten 80er und 90er, sowie die komplette Zeit danach. Und jeder, der auch dabei war, weiß nur zu gut, wie schwer und krass das war. Was sind schon zwei erlebte Weltkriege, wenn man die Popkultur dieser Zeit durchgestanden hat? Was ist schon eine nächtliche Bollerwagenfahrt durch amerikanisch besetztes Gebiet, wenn im Fernsehen Bernd Clüver singt?
Und damit kommen wir langsam zum Punkt. Wir werden in den kommenden Wochen und Monaten nach und nach die Werke der Popmusik vorstellen, die uns bis heute seelisch belasten und uns -neben all den Drogen- einen guten Teil der Gehirnrinde gekostet haben.
Ganz oben auf der Liste stehen drei Lieder mit denen einer der Chefminster auf jeder Urlaubsfahrt von seinen Eltern gequält wurde. Es gab da diese ganz spezielle Schlagerkassette, die fast manisch eingelegt wurde, sobald man sich auf der Autobahn Richtung Süden befand. Und dann nahm das Grauen seinen Lauf. Fangen wir an:
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