Februar 2008

SCHREIBEN GEGEN DIE TRAUMATA!

27. Februar 2008

Selbsttherapie, 1. Akt.
Bekanntermaßen ist das Ministerium für Schlimmerheit keine Lach- und Spaßseite. Hier geht es einzig und allein darum, dass wir unsere täglichen Traumata in Worte fassen, bei eventuellen Lesern abladen und uns danach besser fühlen. Und gerade jetzt, in diesem Moment, haben wir mal wieder ein ganz konkretes Abladebedürfnis. Als Kinder der frühen 70er Jahre mussten wir einiges durchmachen: Die späten 70er, die gesamten 80er und 90er, sowie die komplette Zeit danach. Und jeder, der auch dabei war, weiß nur zu gut, wie schwer und krass das war. Was sind schon zwei erlebte Weltkriege, wenn man die Popkultur dieser Zeit durchgestanden hat? Was ist schon eine nächtliche Bollerwagenfahrt durch amerikanisch besetztes Gebiet, wenn im Fernsehen Bernd Clüver singt?

Und damit kommen wir langsam zum Punkt. Wir werden in den kommenden Wochen und Monaten nach und nach die Werke der Popmusik vorstellen, die uns bis heute seelisch belasten und uns -neben all den Drogen- einen guten Teil der Gehirnrinde gekostet haben.

Ganz oben auf der Liste stehen drei Lieder mit denen einer der Chefminster auf jeder Urlaubsfahrt von seinen Eltern gequält wurde. Es gab da diese ganz spezielle Schlagerkassette, die fast manisch eingelegt wurde, sobald man sich auf der Autobahn Richtung Süden befand. Und dann nahm das Grauen seinen Lauf. Fangen wir an:
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MISTER FENTON ROCKT!

24. Februar 2008

k-martSo macht Einkaufen Spaß…
Zu diesem Dokument der Schlimmerheit gilt es im Vorfeld mehrere Dinge anzumerken: Zunächst gibt es keinerlei Garantie auf Echtheit. Es ist gut möglich, dass es sich dabei um eine Fälschung handelt. Weiterhin ist es alt. Möglicherweise kennt es schon jeder außer uns. Beides ist uns vollkommen egal. Soviel zum Vorfeld.

Auf jeden Fall sieht es so aus, als könnte ein gemeinsamer Einkaufsbummel mit Mr. Fenton ein großer Spaß sein. Solange man nicht mit ihm in Verbindung gebracht werden kann. Also mehr aus der Entfernung. Denn Mr. Fenton begreift den Aufenthalt in einem Einkaufszentrum als fantastische Gelegenheit, albernen Schabernack zu treiben. Brachialen Unfug, den wir Minister der Schlimmerheit auch das ein oder andere Mal gerne in einem REWE oder EDEKA-Markt unserer Wahl getrieben hätten. Aber wir sind zu alt für sowas. Oder noch nicht geistig verwirrt genug. Wie auch immer. Auf jeden Fall entdecken wir bei Mr. Fenton eine gewisse geistige Verwandschaft und freuen uns, dass er den Irrsinn für uns auslebt. Mögen ihn noch viele Hausverbote ereilen!

EIGENTUM REGELT!

24. Februar 2008

Eigentum regelt!Wenn das der Eigentümer wüsste…
An diesem Bild gibt es viele Dinge, die uns erregen. Einerseits finden wir es schon schön, wenn Menschen Regeln aufstellen. Natürlich nur, solange wir uns nicht daran halten müssen oder die Regel selbst erfunden haben. Wir wissen es zu schätzen, wenn Amateure uns nacheifern und versuchen, grandiose Ordnungsdiktatoren zu werden. Meistens geht das jedoch mangels Talent in die Hose. So auch hier. Doch lasst uns das Bildchen im Detail zerfleddern:

1.) Die Typographie
Ganz offensichtlich handelt es sich um ein Schild aus billiger Baukastenproduktion. Sprich: Der Text “Tor muß stets” ist wohl standardmäßig vorhanden, nur der weitere Inhalt kann frei gewählt werden. Oder umgekehrt. Genauso gut könnte dort wohl “Tor muß stets bewässert werden” oder “Pflanze muß stets geschlossen bleiben” stehen. Das ist uns zu beliebig. So macht man keine Vorschriften. Wer Respekt will, muss auch ein paar Stangen Geriebenes einsetzen.

2.) Die Wortwahl
Regeln funktionieren nach unserer Erfahrung nur dann, wenn der Regelempfänger auch eine tatsächliche Chance hat, sie zu befolgen. Sonst spricht man nicht von Regel, sondern von Willkür. Nicht, dass wir irgendetwas gegen Willkür hätten. Für echte Mikrodiktatoren wie uns ist Willkür eines der schönsten Hobbies der Welt. Aber alles hat seinen Platz und seine Zeit. Wer den Duden zum Wort “stets” befragt, erfährt schnell, dass es sich um ein Synonym für “jederzeit” und “immer” handelt. Falls man es nicht schon vorher wusste. Wie jedoch soll das bei einem Tor funktionieren? Wenn man es jederzeit und immer geschlossen hält, kann es seine Funktion nicht erfüllen. Da wäre eine Mauer wesentlich angebrachter gewesen. Aber so weit hat ganz offensichtlich niemand gedacht. Sehr bedauerlich.

3.) Die Wirkung
Das wir mit unserer Kritik richtig liegen, zeigt das Bild ganz eindeutig. Denn das Tor ist offen. Sperrangelweit. Ein Schuß in den Ofen. Wir können dem Eigentümer nur raten, noch ein paar Nachhilfestunden bei uns zu nehmen. Aber dafür ist er wahrscheinlich zu knickrig. So wird er es noch nicht mal in die Kreisliga schaffen. Was soll’s. Sein Problem.


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