DUDE, WO IST MEIN AUTO?

…das hat der Assi mitgenommen
Wir Autofahrer kennen sie ja – diese tollen eingeschweissten Visitenkärtchen. Sie hängen regelmäßig an unseren Scheiben und wollen uns den Verkauf unseres Fahrzeugs schmackhaft machen. Meistens sind sie in seriöser „Comic Sans Serif“ gesetzt und so vertrauenserweckend, dass einem das Herz glüht.

Umgehend denkt man:
– Sofort mit dem Geld zur Bank und auf Echtheit prüfen lassen.
– Kumpels mitnehmen, falls die Typen bewaffnet sind.
– Direkt nach Verkauf die Kennzeichen abschrauben.
– Doch besser einen Kredit aus dem Kleinanzeigenteil der Fernsehzeitung aufzunehmen, anstatt das Fahrzeug an irgendeinen Assi zu verkaufen.

Kurz: Dieser Zweig der Gebrauchtwagenbranche hat einen noch übleren Ruf, als alle anderen. Also sollte man doch meinen, dass Vertreter dieses Standes sehr bemüht sein sollten, es nicht noch schlimmer werden zu lassen. Weit gefehlt, wie dieses skandaloide Beweismittel links zeigt.
Nichts gegen den Nachnahmen „Assi“. Im Ernst. Keiner kann was für seinen Namen. Wir haben in unserem Leben sehr nette Ficks, Säcke und Spinner getroffen. Aber bitte – Wenn man schon vorhat, mit Unfallfahrzeugen aus 9. Hand zu handeln, dann denkt man sich doch etwas Besseres als „Auto Assi“ aus, oder?

Und wenn man seinen potentiellen Kunden als kleinen Zusatz-Benefit zu der bescheuerten Plastikkarte an der Scheibe noch einen praktischen Kalender bieten möchte, dann sollte man schon darauf achten, dass das Jahr mehr als nur 6 Monate zu bieten hat. Aber gut. Hauptsache, man kennt sich mit dem Punktesystem in Flensburg aus. Solch gesichertes Halbwissen kann einen auf dem Parkplatz des lokalen McDrive locker zum „Studierten[sic-PA] in den Augen der Schrauberkollegen machen.

Wir bleiben wieder einmal fassungslos zurück. Wie so oft. Aber keine Sorge: Wir überleben auch dieses Tal!

Beweismittel gestiftet von:
Rhanzor, dem Radfahrer