Deux litres d’eaux…
…s’il vous plaît!
Die Deutschen sind im Ausland kein besonders beliebtes Volk.
Das konnten wir bisher immer gut verstehen. Wir dachten, es läge möglicherweise an der Tatsache, dass Deutsche so oft mit dem falschen Outfit bei ihren Nachbarn vor der Tür stehen. Meistens Uniform und Sturmgewehr oder kurze Hose und Badelatschen mit Kniestrümpfen.
Möglich wäre auch ein Zusammenhang zwischen der Abneigung und dem Auftreten des Deutschen an sich in verbaler Form. Meistens laut, selten phonetisch ästhetisch und fast nie in der Muttersprache des Adressaten.
Auch der fehlende Respekt angesichts fremder Kulturen auf Seiten der Deutschen wäre eine Erklärung. Was soll der thailändische Hotelpage schon von einem deutschen Urlauber halten, der ihn mit dem Satz: „Geh, Äffsche. Steigste mal auf dat Bäumsche und holste dem Ongel Heinz mal ‚en Banänsche?“ [sic] auf die Palme bringt?
In Wahrheit ist aber alles ganz anders!
Deutsche sind im Ausland nicht beliebt, weil man sie planmäßig lächerlich macht.
Mit System und List! Na? Da zuckt doch direkt wieder diese kleine nationalistische Reflex-Zone in der „deutschen“ Seele, was? Weltverschwörung. Hatten wir doch schon mal. War auch Quatsch. Wie sollen wir aber ein Schild wie das Vorliegende bewerten? Wieviele davon gibt es in der ganzen Welt?
Aber seien wir ehrlich: Ein bisschen fremde Sprachen gelernt und schon ist man nicht mehr auf alberne Schilder angewiesen. So einfach wäre das. Aber dafür sind die Deutschen ja leider zu merkbefreit.