Ob wir das jetzt gut finden?
Eigentlich sollte es den folgenden Beitrag gar nicht geben. Einerseits sind wir nämlich immer noch viel zu krank, um Schlimmerheiten nachzujagen und andererseits wollten wir das Thema „Bolizei“ erstmal ein bisschen ruhen lassen, damit niemand auf die Idee kommt, wir seien besessen von den putzigen Freunden in Grün-Weiß. Aber was hilft es schon? Wer sich einmal der Schlimmerheit verschrieben hat, muss sie bekämpfen – auch, wenn das Fieber die Eloquenz und Schärfe des Verstandes hemmt.
Für dieses Bild mussten wir uns einfach aus dem Bett quälen.
Liebe Ordnugshüter, so geht es nicht! Wir haben uns immer dafür eingesetzt, dass es Euch gut geht. Wir sind brave Bürger und so habt Ihr uns immer am Herzen gelegen. Wir haben Euch aus Kafigen befreit und Freigehege angelegt, damit Ihr spielen könnt. Aber jetzt ist Schluß. Ein paar Dinge mögen wir nämlich gar nicht und Undankbarkeit steht ganz weit vorne auf unserer Liste. Wie könnt Ihr es wagen, uns unsere Parkplätze wegzunehmen? Die Parkplätze Eurer Gönner? Ihr solltet doch wissen, dass beim Thema Auto der Spaß für jeden Deutschen aufhört. Auch bei uns, obwohl wir sonst gar nicht so typisch deutsch sind. Wollt Ihr uns erzählen, Euer Fahrzeug sei ein AOK-Sixpack? Rollend auf Streife, eh? Oder darf man neuerdings auch bei geistiger Beschränkung priviligiert auf Behinderten-Parkplätzen parken? Obwohl… Genau das ist ja der Grund, warum wir dort parken. Egal. Quod licet jovi, non licet bovi. Römerdeutsch für: Was der Bauer darf, darf der Bulle noch lange nicht. Gar nicht mal so frei übersetzt.
Caramba, Jungs. Ende der Fahnenstange. Wir nehmen in Zukunft unsere ganze Liebe und schenken sie einer anderen Randgruppe. Soldaten oder Finanzbeamten. Zum Beispiel.
Bildeinsendung von: Philipp T.
Das Ministerium ist fast tot…
Sauerei – Wir sind krank. Es scheint, als hätten wir uns zu weit aus dem Fenster gelehnt. Entweder haben die Vertreter der Schlimmerheit uns satt wie einen Stachel im Fleisch und uns deswegen Frau Grippe auf den Hals gehetzt, oder wir haben es aus einem anderen Grund verdient. Auf jeden Fall ist der Monitor kaum zu erkennen und das Fieber tut sein Eigenes…
Aber wir werden es schon schaffen. Wie immer.
Drückt uns die Däumchen & bis bald in alter Frische… ;)
Unsere ureigene Initiative. Unser ureigener Erfolg!
Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, sind wir seit Jahren engagierte Verfechter der artgerechten Bolizistenhaltung. Glücklich können wir daher endlich feststellen, dass unsere verdeckten Aktionen der letzten Zeit die gewünschte Wirkung zeigen.
Nachdem wir in mehreren Guerilla-Aktionen insgesamt 2.500 Bolizisten aus ihren viel zu kleinen Käfigen befreit, tagelang Aufklärungsarbeit in Fußgängerzonen geleistet und in der Summe knapp 30 Petitionen an den Innenminister weitergeleitet haben, scheint nun ein Umdenken in der Bolizisten züchtenden Industrie stattzufinden.
Man soll sich ja nicht selbst loben, aber dieses Ergebnis macht uns sehr stolz. Endlich können die kleinen Racker frei toben und im Spiel mit den Artgenossen ihre eigenen Grenzen erfahren. Manche von ihnen sind leider durch die schlechte Behandlung der Vorjahre noch tief in ihrem Wesen gestört und stellen mit ihren unkontrollierten Gewaltausbrüchen eine Lebensgefahr für unbeteilligte Passanten dar. Die meisten konnten aber schon erfolgreich an Streichelzoos vermittelt werden und führen nun ein Leben in Würde und Glück.
Doch unser Job ist noch lange nicht getan. Jetzt werden wir uns der Befreiung gepeinigter Innendienstler widmen, die manchmal monatelang ohne Arbeit und Beschäftigung in ihren Amtsstuben sitzen, vor Langweile manisch mit den Köpfen wackeln und nun sogar noch 1,5 Stunden mehr pro Woche in ihren Zellen verbringen sollen. Und wenn wir das geschafft haben, befreien wir alle deutschen Politiker aus ihrer Merkbefreitheit. Es gibt soviel zu tun…