Heute ist ein ganz großer Tag!
Einmal im Leben kommt für jeden echten Minister der Schlimmerheit der Tag der Haddsch. Der Moment, an dem man seinen guten Freund und schärfsten Kritiker in seiner neuen Heimat (dem berühmten Bierstadt – [1][2][3][4]) besucht und diese Visite mit dem Tollsten verbindet, was sortenreinen Indoor-Nerds wie uns passieren kann: Die geheiligte Juwelierskathedrale des großen Erich Machenheimer live zu erleben.
Und heute, ja heute war es endlich soweit. Mit vor Aufregung hochgradig gereizten Pennälerblasen machten sich die beiden integralen Bestandteile des Ministeriums auf den langen Weg. Über zwei Stunden saßen wir, einem zickigen Navigations-System hilflos ausgeliefert, in unserem Skandamobil und fieberten der Ankunft zittrig entgegen. Schon als wir uns dem Zentrum der Macht näherten, waren unsere Körperfunktionen kaum noch zu kontrollieren. Einer der Minister hat seinen Durchfall selbst jetzt, Stunden nach dem bewegenden Ereignis, noch nicht unter Kontrolle. Man kann sie uns förmlich auf dem beigefügten Fotobeweis ansehen: Die religiöse Extase, die uns bis ins Mark durchfuhr. Der göttliche Funke, der unsere jung gebliebenden Fackeln lichterloh entzündete. Die Magie des Erich Machenheimer, die sogar Bandscheibenvorfälle und andere schwierige Fälle mit guten Ergebnissen löst. Da wird mit Wurst Ei gemacht [sic-PA]. Ab heute hat unser Leben wieder einen Sinn. Seit heute wissen wir, warum wir existieren.
Danke, kleiner Dexter! Danke, Erich Machenheimer!
Mushroom! Mushroom!
Bierstadt, Heimstadt von Erich Machenheimer und bekannt für die guten Ergebnisse auch in schwierigen Fällen, ist weiterhin berühmt für seine große Berliner-Auswahl. Wo sonst gibt es nicht nur eine ganze Menge normaler Berliner, sondern sogar „beschwipste Berliner“, vermutlich gefüllt mit dem Lieblingsbier des großen Erich Machenheimer. Da kommt richtig Laune auf im Stehcafé, spätestens nach dem dritten Fettgebäck um 10 Uhr morgens. Selbst der größte Biskin-Gourmet kommt im schönen Bierstadt auf seine Kosten. In den Kuchen spritzen darf hier auch der ungelernte Bäckerlehrling [sic-PA] und für den anglophilen Zugezogenen gibt es beinahe korrekt geschriebene Donats [sic-PA]. Wir finden, dass damit alles zu Bierstadt gesagt ist, wünschen unserem lieben Freund im Exil das Allerbeste und beglückwünschen ihn zu seiner Ortswahl. Alles kann, nichts muss – Wenn gut, dann immer weiter! [sic-PA] Süffig! [sic-PA] Gediegen! [sic-PA]
Schwierige Fälle und gute Ergebnisse…
Wir Ihr ja wisst, neigen wir dazu, nicht alles zu erklären. Darum erwähnen wir erst gar nicht, dass der Taubenzüchter an sich schon unsere Lachmuskeln überstrapaziert und warum Bierstadt rockt, dürfte ja langsam auch jedem klar geworden sein. Oder nicht? Lest nach! [1][2]
Jedenfalls schweben wir immer wieder bei Worten wie „Kleintierzuchtverein“ oder „Rassetauben“ im siebten Himmel der Schlimmerheit und Lachtränen kullern über unsere kleinen von harten Arbeitswochen gezeichneten unrasierten Bäckchen. Aber in Bierstadt (die weltbekannte Heimatstadt von Erich Machenheimer – dem Mann mit Herz, der immer noch schwierige Fälle löst) wird auch hier leicht noch einer draufgesetzt.
Hier wohnt man nicht nur in Bierstadt (die Heimatstadt von Erich Machenheimer), hier heißt man auch Bierbrauer und hat Kopfnicker der Rasse „Giertauben“ (wobei wir ausdrücklich die Umbennung der Rasse in „Biertauben“ vorschlagen möchten). Auch Rassenamen „Modeneser Schietti“ (die bei Kleintierzüchtern beliebt sind für ihr eher moderates Scheißen) und „Göteburg Tümmler“ lassen uns klar erkennen, dass wir mit unseren in langen Jahren angesammelten Vorurteilen gegenüber dieser obskuren Randgruppe der Menschheit, die sich für so furchtbar wichtig und universell hält, vollkommen richtig liegen.
Ein harter Tag für Preisrichter Winfried Stroh vom KZV (= Kleintierzuchtverein). Nach 92 zu bewertenden Tauben war die Batterie [sic-PA] richtig richtig leer [sic-PA], aber hier sind die Bierstädter einfach ungeschlagen, sie liefern auch beim Lösen von schwierigen Fällen immer gute Ergebnisse.