Intimreisen, all-inklusive
Wir sind nicht die Sorte Typen, die bei Nennung des Vornames „Uschi“ direkt die fröhliche Skatrunde unterbrechen, einen kecken Bierfurz ertönen lassen, uns auf den Schenkel klopfen und sabbernd wie Pavlov’sche Hunde: „Hehe – Uschi-Muschi!“ brabbeln, um dann wieder – als wäre nichts gewesen – der gewohnten Monotonie zu frönen.
Auch die Nennung der französischen Hauptstadt an sich lässt uns nicht sofort an Prostitution, Pornographie, hemmungslose Wollust und oralen Geschlechtsverkehr mit den berühmten Pariser Schnabelnutten [sic-PA] denken.
Trotz allem:
Wenn wir im allwöchentlichen Gemeindeblättchen lesen müssen, dass es bald wieder mit USCHI-Reisen ein Paris-Spezial geben wird – und das noch über mehrere Tage – dann ist dieses Zusammentreffen mehrerer Reizsubjekte auch für unseren hochentwickelten Humor zuviel. Hier müssen selbst wir kapitulieren. Ihr wisst schon – Der Gendefekt… Darauf einen kecken Bierfurz, liebe Strauchdiebe und Spiessgesellen. Es lebe die Nullphrase!
Bitte, erklär det doch und spreche…
Wir wollen uns gleich zu Beginn unseren neuen Helden zum Vorbild nehmen und mit der Kurzfassung der Gesamtgeschichte ins Haus fallen:
Die Frau Tukka wohnt jetzt bei Frau Rauhfuß!
Das ist eigentlich schon die komplette Information.
Unser geliebtes Hausmeister-Ehepaar Becker hingegen schafft es, diesen Sachverhalt auf fast 2 Minuten Mitteilungsdauer auszudehnen. Solange dauert nämlich ihr gemeinschaftlicher Anruf auf dem automatischen Beantworter einer Immobilienverwaltung.
Dieser Mitschnitt gehört zu unseren absoluten Klassikern. Es ist ein Krimi rund um zwei lupenreine Nullapostel, Schlüssel und wo sie abgegeben wurden, die Frage, wer wo und vor allem bei wem wohnt. Außerdem Asyl, Besserwisserei und Menschen ohne Bleibe. Das ganz große Gefühlskino also. Oder, um mit Herrn Becker zum Zeitpunkt der finalen Einsicht zu sprechen:
„Ach so! Mmmmhh…“ [sic-PA]
Hier das Dokument des nullapostolischen Scheiterns:
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Sterben wie Walter
Wir sind uns der traurigen Tatsache bewusst: Selbst die baumstarken Buben von skandaloid.com müssen eines Tages vor den Check-In Schalter des Hades-Motels treten. Da können wir uns heilig rauchen, solange wir wollen. Es führt kein Weg daran vorbei.
Aber wir möchten gerne, solange wir noch halbwegs bei Sinnen sind, unseren letzten Wunsch formulieren. Nur zur Sicherheit. Nicht, dass nachher alles schief läuft.
Also – Wir wünschen uns, dass bei unserem Tod alle in der ARD organisierten Radiosender eine ähnliche Nachricht verbreiten, wie damals der staatliche Rundfunk der DDR beim Tod von Walter Ulbricht. Wir wollen die Aufzählung von mindestens 20 staatlichen Institutionen, 18 offiziellen Titeln und einen Sprecher, der ähnlich herrlich mit seiner Fassung ob des furchtbaren Verlusts ringt und ebenso spannende Denkpausen einlegt.
Könntet Ihr das für uns möglich machen? Wir wären Euch wirklich sehr verbunden…
In diesem Sinne: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten. Vorwärts immer, rückwärts nimmer!
Die Vorlage für unseren Nachruf findet Ihr hier zum
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