ÖKOMENISCHES ANBLASEN!

Christliche Schlimmerheiten
Caramba, was hat man uns hier denn schon wieder untergejubelt? Da sitzt man morgens gemütlich am Arbeitsplatz, raucht einen Kaffee und trinkt seine Zigarette (Sport, King-Size), es macht *palim* und eine eMail mit folgendem Bild trudelt ein. Und schon darf man den Kollegen wieder erklären, warum man irre kichernd vor seinem Monitor kauert und die Sportzigarette verschluckt hat.
Wir wissen übrigens aus Recherchen, dass dieses Bild auch schon auf anderen Seiten im Netz aufgetaucht ist. Macht aber gar nichts, denn einerseits haben wir mit diesen ganzen Spaßseiten da draussen nichts gemein (wir meinen es ja ernst) und andererseits ist und bleibt es ein Dokument der Schlimmerheitsklasse A und muss deshalb hier veröffentlicht werden.

Legen wir also los: Warum, bitte, denken so wenig Menschen noch einmal nach, bevor sie Schriftstücke beliebiger Art in den öffentlichen Raum stellen? Warum lehnen sie sich nicht nochmal zurück, halten kurz inne und überprüfen ihre Wortwahl auf Schlimmerheit? Beispiele dieser Art gibt es ja viele. Zuviele, als dass wir jemals arbeitslos werden könnten. Ihr lieben Katholiken – Auch, wenn Ihr Euch gewöhnlich viel Zeit mit wichtigen Erkenntnissen lasst: Selbst Ihr Bewohner der Insel der Glückseligkeit müsstet doch wissen, dass „Anblasen“ gemeinhin vom Volksmund (lach) auf eine ganz bestimmte Art und Weise interpretiert wird. Und wenn dann noch von „Turmbläsern“ die Rede ist, wird es endgültig obskur.
Wir wären Euch daher in Zukunft für ein bisschen mehr Sorgfalt dankbar. Denkt doch auch mal an unsere Gesundheit. Wie schnell kann man an einer Sportzigarette ersticken? Und das nur wegen Euch… Muss das sein?

Bild eingesandt von: Mathias Z. aus D.


GIBT NIX – MACHT 1 MARK 20!

Von wegen Teuro…
Wir können es nicht mehr hören, dieses ständige „Teuro“-Gejammere. Früher war alles besser. Die gute alte D-Mark! Was man da noch alles kaufen konnte. Für kleines Geld. [sic-PA] Zu gündigen [sic-PA] Preisen. Alles Humbug.
Hört endlich auf zu träumen, Ihr augenfeuchten Nostalgiker! Gar nichts war früher besser und vor allem nichts billiger. Wir wissen noch genau, wie schwer es war, sich als Student über Wasser zu halten. Da war mal wieder keine Kohle im Portemonnaie, weil man schon in der ersten Monatswoche alles verkifft hatte und selbst in den Park konnte man nicht gehen. Da durfte man nämlich sogar für kein Ponyreiten 1,20 DM abdrücken.
Ja! So war das nämlich damals…
Mal so als kleiner Einwurf am Rande. Danke für Ihr Verständnis.


LECKT MICH AM ARSCH!

Pardon!
Damit hier keine Mißverständnisse aufkommen:
Bei der Überschrift handelt es sich um ein Zitat. Wir selbst würden uns natürlich niemals so ausdrücken. Wir sind nämlich – auch wenn man das bei Betrachtung dieser Seite nicht immer vermuten würde – ein Haufen guterzogener Kinder aus gepflegten Traditionshaushalten.

Aber unser junger Mann beginnt seinen Brief direkt mit dieser Kernaussage. Denn er ist sauer und das ist nicht zu übersehen. Möglicherweise ist seine Aufregung berechtigt. Wer kann das aus der Distanz schon sagen. Aber wir sind uns alles andere als sicher, ob die Siemens AG, an die dieser Brief gerichtet zu sein scheint, der richtige Ansprechpartner für ihn ist. Vielmehr besteht wohl ein Problem zwischen ihm und seinem Mobilfunkanbieter. Sollte diese Hypothese stimmen, ist es natürlich nicht weiter verwunderlich, dass seine gesamten Bemühungen – äh, sagen wir – ein wenig fruchtlos bleiben.

Eigentlich wollen wir uns über dieses Schreiben auch gar nicht lustig machen. Wir können zwar, aufgrund unserer wahnsinnig guten Erziehung, die angewandte Sprache im Grunde nicht gutheißen – Aber tief in uns sehen wir diesen Mann als Held. Wie oft schon stand uns die Contenance im Weg, wie oft schon war uns danach, einfach mal ähnlich auszuflippen und rumzuschimpfen. Wie gerne hätten wir schon desöfteren eine abgesägte Shotgun unser Eigen genannt, um unerträgliche Hotline-Honks und unverschämte Verkäufer-Debilofanten einen Kopf kürzer zu machen. Aber nein.

Statt – wie er – zu schreiben, dass wir von einem „abgewichsten, bepissten und gehirnlosen Verein die Schnauze voll haben“ und „kotzen müssen, wenn wir deren Werbung im Fernsehen sehen“, beenden wir Briefe mit Sätzen wie „Wir hoffen, dass nun alle Mißverständnisse ausgeräumt sind und vertrauen darauf, dass die Angelegenheit damit erledigt ist.“. Gott, was sind wir doch für kleine feige Gutmenschen. Kein Wunder, dass uns Magengeschwüre plagen und die Bandscheiben im Sekundentakt rausspringen… Aber wir werden an uns arbeiten. Der nächste Anrufer mit Kaltakquise-Absichten wird es zu spüren bekommen! ;) Aber kräftig! [sic-PA]